Montag, 1. Februar 2016

Am Meer - Santa Teresita und Ostende

Nachdem José gestern endlich fertig mit seinem Blogeintrag war (ich hatte Hummeln und wollt los, dann dauert ja alles immer noch länger, als es das eh schon tut), ging es los an den Strand. Eingecremt mit LS 50, bewaffnet mit Mate und dem Strandstuhl, ohne den auch nur eine Minute am Strand für José undenkbar wäre :).
Der erste Schreck beim Verlassen des Frühstückraumes, es war frisch! Viel frischer, als es mit der Sonne durch das Fenster aussah. Ohne Jacke ging erstmal gar nichts. 
Am Strand angekommen stellten wir fest, von den 170.000 Menschen, welche laut der Nachrichten an diesem Wochenende an der Küste unterwegs sein sollen, waren mindestens 70.000 an diesem Strandabschnitt. Uff. Viele Menschen, wirklich viele Menschen! 
Aber auch Meer! Und wo das Meer rauscht, da bin ich auch mit vielen Menschen um mich herum einigermaßen zufrieden. Und das Meer rauscht hier gewaltig! Wellen, an denen mein Vater seine wahre Freude gehabt hätte! 
(Wenn man den richtigen Moment abpasst, sieht es doch glatt verlassen aus :)))

Der Atlantik ist wirklich nicht die Ostsee :) Das Wasser ist viel wilder und schwimmen, das stellte ich schnell fest, geht gar nicht. 
Aber der Reihe nach. Wo wir Strandkörbe mieten, gibt es hier ein großes Zelt, welches in einzelne Bereiche eingeteilt ist. In denen stehen ein Tisch und einige Stühle breit. Der Strand ist davor abgetrennt. Das heißt, man doch etwas mehr Platz, zumindest, wenn nicht alle Buden belegt sind. Miete 500 $. 
Dann doch lieber so, wie alle anderen, eine Strandmuschel kaufen.... (500$ =33€)
Wir suchten uns einen Liegeplatz und froren erstmal. Ich verstehe das nicht, in BsAs habe ich bei 18°C Passanten mit Mütze und Handschuhen gesehen und hier liegen sie im Bikini am Strand, wo ich mit Jacke und Hose noch friere....
Der Wind war echt beistig frisch und ich bin als Ostseekind ja schon einiges gewöhnt. 
Aber die Sonne wärmte dann doch und ich wurde zum weißen Fleck am Strand ;-) 
(Argentinisches Beach-Babe)

Es war aber schnell klar, hier gefällt es uns weder in der Nacht (Party, Party, Party), noch am Tag. Wir wollten weiter. Da muss es Schöneres geben. Ansonsten wäre ich echt enttäuscht!
Wo ist es schöner als hier?! Ausschau halten... :)

Wir machten uns auf Richtung Pinamar. Und siehe da, Argentinien kann auch anders :) Gott, wie schön es hier plötzlich war! So stellte ich mir das vor! Dünen, Kiefern, schöne Häuser, chillige Menschen... Wir fuhren durch den Ort und noch etwas weiter bis nach Ostende. Da wollten wir unbedingt hin, denn Bernd sagte mal: "Fahrt nach Ostende, da ist es schön!" Da meinte er zwar das in Belgien, aber hey, da war er vorher auch nie und hatte nur in Büchern davon gelesen, warum seinen Tipp also nicht auch hier beherzigen. 
Ostende also. 
Hammer! Ein toller Ort, ein toller Strand und durch Zufall ein ganz schönes Hotel gefunden. Hier bleiben wir. Zumindstest für 2 Tage!
Der Weg zum Strand war schon vielversprechend....




<3 Einfach schön!

Aber um 17.00 Uhr windig und wirklich, wirklich frisch!

Wir schlenderten ein bisschen am Wasser entlang und schon war es Zeit für das Abendessen und das war wirklich lustig! Im Hotel wurde uns ein Lokal empfohlen, in dem es Wok gebe. Also ein Chinese, dachte zumindest José. Wir suchten und fragten und irgendwann sagte jemand: " Tamara, die ist da vorne gleich." Äh, Tamara?! Wo vorne? Wir suchten uns echt einen Wolf. Und mal ehrlich, wer hätte hinter dieser Tür einen Ort vermutet, an dem es Essen geben könnte?

Eigentlich werden hier Stricksachen verkauft und selbst wenn man erstmal zur Tür rein ist, denkt man noch man ist falsch...
Sieht nicht nach Essen aus...
Man bestellt dort, wo José steht, geht dann wieder und holt 25 min später sein Essen ab. Gekocht wird im Nebenraum von Tamara. Alles echt sehr putzig....
Aber geschmeckt hat es! 
Dazu Wein und Marzipan von meiner Mami, als Reiseproviant mitgegeben 

Heute Morgen würden wir mit einem wunderbaren Frühstück begrüßt und so macht es Spaß hier etwas länger zu sitzen, Melone zu knabbern, an die Lieben zu Hause zu denken und Erlebtes aufzuschreiben, damit man sich auch an alles erinnern kann....







































1 Kommentar:

  1. ...Erlebtes aufzuschreiben, damit auch wir mitreisen können... Danke dafür. Ostende in Argentinien... tsss.. Lustige Erlebnisse habt Ihr da. Noch ne schöne Reise, ich fahr mit.

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