Wir suchten alle Karten, den Reiseführer und natürlich Tips aus den Internet zusammen, um herauszufinden, wo wir eigentlich in etwa landen wollen. Schnell war klar, wir möchten es mit Puerto Madryn schaffen. Also doch schon etwas Patagonien. Und Pinguine, vielleicht mit etwas Glück auch eine Walflosse. Ca 860 km, also keine Strecke, die man hier nicht in einem Rutsch fährt und es ist ja auch klar, wir wollten nicht wieder so lange Strecken fahren und auf dem Weg nichts mitnehmen.
Der Reiseführer schlug Monte Hermoso vor. Es hieß, es sei ein sehr netter, kleiner Ort, der einzige, in dem man Sonnenauf- und Untergang auf dem Meer sehen kann. Schon sehr verlockend, also entschlossen wir uns zu einer Übernachtung dort.
Die Fahrt war toll! Bis dahin dachte ich, Sonnenblumenfelder gibt es nur in der Toskana. Aber hier gab es kilometerlange Felder. Riesig!
Aber alle fast verblüht und auch nicht so schön zu fotografieren, weil hier die malerischen Hügel der Toskana fehlen. Irgendwann kam ein kleines Feld, das noch blühte und wir machten Pause.
Und Tomaten, die hier einfach göttlich schmecken!!!
Wir kamen zum Glück kurz vor dem Sonnenuntergang um 19:30 Uhr in Monte Hermoso an. Der Ort wirkte auf den ersten Blick sehr sympathisch,wir mussten ein paar Meter vom Parkplatz zum Strand gehen. Alles ruhig, sehr nett. Bloß nicht noch einmal Santa Teresita!! Dann kamen wir am Strand an....
Toller Strand, echt! Aber sooooo viele Menschen. Kein Wunder, dass es im Ort selbst ganz ruhig war. Sie langen alle am wunderbaren Strand in der Abendsonne. Das Meer ist hier sehr ruhig und überall waren großen Pfützen von der Flut. Perfekt für Kinder und Familien.
Offenbar hatten wir hier einen der top Ferienorte erwischt.
(Sieht hier gar nicht so voll aus, aber das täuscht, da der Strand sehr breit ist)
Wir suchten uns eine der zahlreichen Bars am Strand aus, immerhin waren wir passend zum Sonnenuntergang da.
Was sehr vielversprechend begann, endete abrupt mit dicken Wolken. Wo kamen die denn plötzlich her?
Aber José war happy, des gab diese kleinen frittierten Fische "Cornalitos", auf die er sich schon seit Tagen freute. Bernd fragte direkt, ob es Wattwürmer seinen. Nein, es sind Fische :)
Zeit ein Hotel zu suchen. Gut, dass wir zufällig auf die Tourist Information stießen. Da sagte man uns nämlich gleich, gestern sei ALLES! ausgebucht gewesen und man schickte die Leute in den nächsten Ort, der aber auch einige Kilometer entfernt ist. Sie machte sofort einige Anrufe und wir hatten Glück, sie fand etwas. Das alles hat uns langes und nerviges Suchen erspart. Das Hotel war schlecht, aber immerhin ein Bett. (Ob die Bettwäsche frisch war, da bin ich mir bis heute nicht sicher) Direkt nach uns fragt noch jemand an und alles war completo. Da fragt man dann irgendwie auch nicht mehr nach der Bettwäsche...
Dann noch ein kurzer Gang durch den Ort. Leute, Ihr macht Euch keine Vorstellungen! Kein Platz in irgendeiner Bar zu finden! Menschen und noch mehr Menschen! Essende, trinkende, gut gelaunte Familien. Stühle auf der Straße, Bands mit schlechter Musik und mindestens 7 Eisläden, mit bis zu 70 Eissorten! Letzteres war lecker ;-)
Uns war das zu viel und da es eh keinen Platz gab und schön warm (30 Grad) war, gingen wir mit der restlichen Flasche Wein des Abendessens an den Strand. Das war nett, da über dem Wasser ein intensives Wetterleuchten zu beobachten war! Aber wir hatten den Stuhl nicht mit und wenn einer im Sand sitzt, der andere vor einem steht, ist das wenig gesellig ;-)
Dank Ohrstöpsel habe ich in der Nacht nichts gehört. Weder die Leute im Hotel, noch davor und auch nicht den Regen, der in der Nacht kam.
Wir wollten vor der Weiterfahrt wieder laufen gehen. Und so waren wir recht früh auf den Beinen. Es hatte sich deutlich abgekühlt, überall große Pfützen und am Himmel dicke Wolken. Heute, 2 Tage später weiß ich, der Beginn des schlechten Wetters, hier an der Küste.
Die Straßenhunde waren für die Abkühlung auf jeden Fall dankbar..
Viele, viele Muscheln lagen im Sand. Ich musste mich echt beherrschen, da nur 21 kg im Koffer und so :)
Und dann sahen wir auch, was man hier mit den Muscheln macht. Ganz toll!



















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