Samstag, 20. Februar 2016

Von Villa Regina nach Carhué. Das Ende naht...

Das Bett in Villa  Regina war wirklich nicht der Hit und so starteten wir schon recht verkatert in den neuen Tag. Und das, obwohl die Flasche Malbec noch halbvol auf dem Tisch stand. 

Wir wollten ausnutzen, dass wir noch im Obstanbaugebiet 

sind und versorgten uns erstmal mit Äpfeln, Orangen, Bananen und Tomaten für die beiden letzten Tage unserer Reise. 
 

Wirklich nur noch 2 Tage bis wir wieder in Buenos Aires sind. Die Zeit ist wie im Flug vergangen.  Und die beiden Tage sind vornehmlich von Fahren geprägt. 
Ca. 1.300km lagen vor uns.
Trotzdem wollten wir auch die nutzen, um uns noch etwas anzusehen. 
Und zwar den See Epecuén in Carhué. Hier gibt es eine Stadt, die für einige Jahre im See versunken war. Da müssen wir hin. 

Also los. 
Erstmal war die Straße super. Wir waren begeistert, war sie in unsere alten Straßenkarte (sie begleitet uns seit 6 Jahren) noch als schlecht gekennzeichnet. 
Es ging fix voran und die Landschaft war saftig grün, irgendwann Steppe, aber immer ein Genuß anzusehen. Kein, aber gar kein Verkehr. So macht das Spaß! 
(Mate - natürlich!) 


Da bleibt Zeit mal fix anzuhalten, umzudrehen, weil man zig Vögel kreisen sieht. 
Geier! Von unten wundeschön. Schwarz mit weiß und braun, segelten sie in Kreisen über unsere Köpfe. Spooky!
Eigentlich flogen sie nicht über uns, sondern über einen Kadaver, den wir schnell fanden. Von dem war aber quasi nur noch das Skelett über. Mahlzeit! 

Solange sie fliegen, sehr schön. Ein paar saßen da rum und die sind echt häßlich. Echte Geier eben. Brrrr. 

Wir nutzen den Stop um ein paar Fitos zu machen. Was grau und trist aussieht ist eigentlich sehr hübsch. 

Und Äpfel essen. 
Sehen doch echt aus, wie der riesen Apfel am Ortsschild :)

Und so lecker! Übrigens zahlten wir für 2 Bananen, 2 Orangen, 6 Äpfel, 3 Tomaten und 4 Pfirsiche 35 Peso, das sind etwas über 2€. Krass! Das gibt es nur hier! Sonst ist es durchaus deutlich teurer und von sehr schlechter Qualität. Das war also richtig angenehm !! 

Und weiter geht es. Vorbei an einer Bodega (patagonischer Wein schmeckt sehr gut!) und mit dem Weingut ein Wechsel in dieProvinz La Pampa. 

Mit dem Wechsel auch der Wechsel zur schlechten Straße. So viele Schlaglöcher habe ich noch nie gesehen. Loch an Loch an Loch. Da fährt es sich auf der richtigen Schotterstraße besser als hier. 

Ein Stop an einer Tankstelle, die nicht mal einen Ort um sich herum hatte, dafür aber warmes Essen. Satt wollten wir gerade weiter, als uns ein Mann ansprach, woher wir kämen. Als José sagte, aus Deutschland (zumindest ich), freute er sich einen Wolf. Soeben hatte er ein Zicklein gewonnen. Seine Freunde waren sich sicher, wir kämen aus England. Er hingegen war sich sicher, das kann nicht sein, denn die trinken niemals Mate :). 

Die Piste wurde auch hier nicht besser. Nur anders. Die Schlaglöcher waren nicht mehr dicht an dicht, sondern in etwas größerem Abstand, dafür richtig tief.
 
Das Fahren hatte jetzt etwas von einem Videospiel.  

Die Saline, die so gut wie auf der Strecke lag, kam da sehr gelegen für eine weitere Pause. 
Früher war man hier auf Tourismus eingestellt. Jetzt lag alles verlassen da und es gab nicht so viel zu sehen. 


 
José war müde, darum fuhr ich mal eine Weile. Die Straße war wirklich eine Katastrophe!! 

In Carhué angekommen, mussten wir eine Weile nach einer Übernachtungsmöglichkeit suchen, fanden eine und  trotz einsetzender Dunkelheit wollten wir schon einmal kurz in die versunkene Stadt. 
(Das Schlachthaus im Mondlicht)

Trotz hellem Mond sah man aber wenig. So hatte der kurze Ausflug lediglich zur Folge, dass es José jetzt richtig schlecht ging. Kreislauf. 

Trotzdem machten wir uns noch einmal auf zu dem Fest auf der Plaza. Dort wurde getanzt und es zuckte echt in meinen Füßen. Schützenfest mit Latin und Cumbia. Sehr geil :) 
Sehr witzig, jeder kam mit dem eigenem Klappstuhl uns alle saßen um die Tanzfläche. 

Bei José ging gar nichts mehr. Da half nur langsames Gehen und ein Eis und genügend Zeit sich zu berappeln. 
Er ist ja ein echtes Stehaufmännchen bei diesen Sachen und so war er nach einer Weile fast wieder ganz hergestellt und wir gönnten uns den schlechtesten Gin Tonic  ever :)) 

 

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