Sonntag, 31. Januar 2016

Los geht's. Ab an die Küste!

Abends hatte ich mich noch mit Belén Wedeltoft verabredet, einer Schulffreundin, die ich zuletzt mit vielleicht 14 Jahren getroffen hatte. Es war ein sehr nettes Wiedersehen, sich nach 35 Jahren wiederzusehen, da hatten wir natürlich viel zu erzählen. Netterweise hatte sie ihren Freund dabei, der Wnglisch sprach und sich prächtig mit Nico unterhalten hat. Er konnte sehr gut fotografieren und hat sozusagen das Ziel unserer nächsten Reise festgelegt: Patagonien!

Am nächsten Morgen war Packen angesagt. Alles gut, bloß mussten wir das Zimmer bis 11 Uhr übergeben haben, das Büro war aber samstags erst ab 11 belegt (was eigentlich hieß: frühestens halb 12). Alles kein Thema, wir verabschiedeten uns und führen erstmal los.

Ich hatte schon ein paarmal moniert, dass wir von Buenos Aires eigentlich immer wieder nur das Gleiche anschauten, obwohl es ja riesig ist und viele unbekannte Ecken hat. Es traf sich gut, wir mussten in den Süden, waren eher nördlich untergebracht, also führen wir einfach drauflos in grob südliche Richtung. Es gab viel zu sehen, vor allem bekamen wir zu spüren, wie riesig diese Stadt tatsächlich ist.

An einem Park fand gerade ein Flohmarkt statt. Da mußten wir natürlich anhalten. Zack, Auto abgestellt, und ab ins Getümmel. Es hatte erst ganz harmlos ausgesehen, aber es stellte sich heraus, dass es ein richtig großer, vielfältiger Markt war, mit Antiquitätenhändlern, Klamotten, echtem Flohmarkt-Gerümpel, gefälschten Markenartikeln und Haushaltbedarf.



Wir konnten sogar eine Dose für unseren Mate kaufen, die sonst in der geöffneten Packung sehr leicht ausläuft :)

Dann ging es weiter. Die südlichen Stadtviertel sind eher reizlos und an mancher Stelle richtig dreckig. Über den Puente Alsina über den Riachuelo gefahren, das war sehr pittoresk.

Dahinter allerdings ist Lanús. Das war nicht schön: so stellt man es sich vor, wenn es in Amerika heißt, es gibt Viertel, da geht man nicht unbedingt hin.  Abends hätte ich hier auch Bedenken, vor allem mit der blonden, blassen Nico im Schlepptau :)
Wir wollten die große Ruta 2 meiden, die direkt nach Mar del Plata führt - am Wochenende ist die wohl so übervoll, dass man kaum voran kommt. Statt dessen die Ruta 36 über Verónica nehmen und dann an der Küstenstraße 11 entlang. Bloß: wie finden? Die Beschilderung war katastrophal. Wir hangelten uns durch Avellaneda, Quilmes, Florencio Varela, immer in Richtung La Plata, bloß die Straße war nirgendwo zu finden. An einer Stelle sind wir dann umgedreht, weil wir doch offensichtlich falsch waren, und siehe da- die Ruta 36 wurde angezeigt. Dann war sie gefunden, und alles war ok.

Unterwegs ein Snack! Empanadas!


Wir führen in Richtung Süden, direkt in eine Gewitterfront -typisch. Aber das wurde mit einem riesigen Regenbogen belohnt. Und dann natürlich der unvermeidliche Regen.

Irgendwann hatte es sich ausgeregnet, oder wir waren unter der Gewitterwolke durchgefahren, dann kam die Sonne wieder raus. Nur noch kurz, denn es wurde Abend. Und plötzlich hatten wir Gegenverkehr. Und was für welchen! Tausende Autos kamen uns entgegen, und wir kamen wohl in einer gleich langen Kolonne ihnen entgegen. Irre! Eine hundert Kilometer Lange Autoschlange. Und plötzlich hörte sie auf (in den Nachrichten hörte ich: an diesem Wochenende hatten sich 170.000 Menschen auf den Weg gemacht).

Dan warren wit erstmal da: San Clemente, ein furchtbar touristischer Ort. Wir wollten nach Santa Teresita, das nicht weniger touristisch ist. Hier war Party!
Die Straßen waren voll wie auf der Zeil. Wir fanden ein überteuertes, aber bezahlbares Zimmer, aßen Eis und eine Empanada, und ich fiel sofort in Schlafkoma.  

2 Kommentare:

  1. Boah, das Eis sieht aber auch lecker aus. Was ist daran besonders?

    Und... wer eine Reise macht, der kann was erleben. :-)

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