Die Stimmung besserte sich, als wir das Frühstück sahen. Obst, frisch gepresster O-Saft (der hier unsagbar gut ist!!), Toast, Frischkäse, Joghurt, selbstgekochte Marmelade... Super!
Beim Essen besprachen wir den Plan für den Tag. José wollte sehr gerne in den Nationalpark fahren und dort mit einem Schiff über den See zu 2000 Jahre alten Bäumen. Cool, machen wir. Trotz Wolken.
Kaum zur Tür heraus stellten wir fest, nicht nur Wolken, sondern dazu saukalt!! 6 Grad! Brrrrrr. Ich zog alles an, was der Koffer hergab. :)
Wir wussten gar nicht so genau, was uns in dem Park so erwartet und so zogen wir, lediglich mit Mate und Obst im Gepäck los zum Parpue National Los Alerces.
Doch auf dem Weg dorthin bewunderten wir die Landschaft und bedauerten, das alles nicht mit blauen Hinmel zu sehen. Grau in grau mit einem Hauch Blau, das sieht immer irgendwie nur halb so schön aus. So fassten wir hier schon den Entschluss noch einen oder zwei Tage in Esquel dranzuhängen, um evtl noch etwas schöneres Wetter zu erwischen.
Auf der Zufahrtsstraße sahen wir von Weitem einen Stau. Bei näherem Heranfahren stellten wir fest, die parken da. Die, das waren Läufer! Hier sollte in wenigen Minuten der Start zu einem Halbmarathon sein. Uns blutete das Herz. Warum haben wir schon wieder einen Lauf verpasst?! Nicht, dass ich 21 schaffen würde, aber...
Bei der Weiterfahrt sahen wir die Kilometerschilder des Laufes. Immer schön bergab. Da wäre doch was gegangen...?!? Und dann erneut parkende Autos und Läufer. Dreck, es gab also auch noch einen kurzen Lauf. Mist, verpasst!
Der Eintritt in den Park, wie gewohnt für José deutlich billiger als für mich. Irgendwie ärgert mich das schon ein bisschen! Aber als Argentinierin gehe ich selbst dann nicht durch, wenn ich nicht spreche. Man sieht mich und stellt das gar nicht in Frage. Ich muss irgendwo einen Touristenstempel im Gesicht haben.
Im Park fuhren wir nach wenigen Kilometern am Ziel des Laufes vorbei und stellten fest, sie mussten tatsächlich nur die letzten 3 km eine leichte Steigung laufen. Einige unserer Lauffreunde hätten hier traumhafte Zeiten erreicht :)
Dann die ersten Zeichen von Waldbränden, die es auch hier gegeben hat. Schwarze Bäume, einen ganzen Hang. Und wir fuhren sogar direkt durch Baumleichen hindurch.
Dann an der nächsten Ecke, sehr cool ein Regenbogen!
Jetzt fragt mich nicht, wie José das im Polishirt ausgehalten hat!! Wir sind allerdings auch immer nur für das Foto ganz kurz aus dem Auto gehuscht ;)
Nach etlichen km auf sehr schlechter Schotterpiste (mehr als max 40, oft 20/30, war nicht wirklich drin) waren wir am Parkplatz, von dem man zu dem Anleger gelangt. Kurzerhand Planänderung! Zuviel Wind, Reisetabletten vergessen, zu kalt, Regen und überhaupt. Neuer Plan, wir kommen wieder! Aber die Bootstour werden wir vermutlich auch dann auslassen. Wer José kennt, weiß um seine Reisekrankheit, die er selbst in der erstenEuphorie ganz vergessen hatte :))
Weiterfahrt bis zum Ende des Parks und dann über die Bundesstraße mit zwangsläufig großem Schlenker zurück nach Esquel. Das der neue Plan.
Wir schuckelten des Wegs, als wir zwei Backpacker sahen. Anhalter. Warum nicht. 2 Franzosen er und sie , beide 26 und seit 4 Jahren!!! auf Tour. Work and Travel durch die Welt. Wie cool ist das denn?!
Die Rückfahrt zog sich und zog sich. Irgendwie waren wir beide nicht in Autofahrlaune.
In Esquel angekommen gab es das übliche Junkfood - Burger und Hotdog dieses Mal. Aber weder das, noch das kalorienarme Eis samt Kaffee konnten Josés Kreislauf wieder in die Gänge bringen.
Da half nur Schlafen. Wunderbare 2 Stunden! Endlich mal ausgeruht! Jetzt sind wir seit Wochen unterwegs im Urlaub und ich war immer müde, aber es gab immer zu viel zu erleben, als das Zeit zum Schlafen war. Jetzt endlich! Wie neugeboren ;)
Zeit den Morgenlauf nachzuholen. Trotz Wind zogen wir tapfer die Laufklamotten an und überlegten wo wir laufen. Berge liegen mir gar nicht!!
Und wer denkt, bei uns ist alles immer harmonisch, nein, ist es nicht! Dicke Wolken gab es in diesem Fall auch mal bei uns. Wir wurden bei der Laufstrecke nicht einig und so trennten wir uns nach wenigen Metern. Und das nicht mit einem Lächeln auf den Lippen...
Während ich entspannt parallel zum Berg lief, lief José hinauf.
Er sah die Stadt von oben, ich den Bahnhof der historischen Dampflock. Leider war sie aber nicht zu sehen.
Geduscht beschlossen wir noch ein Bier (!) bei dem Fest zu trinken. Angezogen mit Unterhemd, Pulli, 2 Strickjacken und Sweatshirtjacke. Echt alles, was ich hier habe! Es war kaaaaalt!
Da war richtig viel los!
Und es gab Torte...
Und natürlich- Bier!
In drei neckischen Farben. Blond, rot und schwarz. Geschmeckt hat es, äh..., anders ;).
Um 23 Uhr stellten wir fest, trotz Pause am Nachmittag, wir sind komplett müde! Schlafen!!














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