Das erste Geld war schon aufgebraucht und wir mussten unbedingt ein paar Euros tauschen. Was man meint, sei kein Problem, wurde zu einem, als wir feststellten, einfach so bei der Bank tauschen ist nicht. Machen sie nur für Kunden. Na super! Wir wussten vom letzten Mal, dass es auf der Florida, der Fußgängerzone, einige Wechselstuben gibt. Kaum dort angekommen würden wir alle paar Meter angesprochen "Cambio! Cambio! Cambio!" Irgendwie sahen die alle sehr suspekt aus. Aber nach einigen hundert Metern mussten wir feststellen, besser wird es nicht und José ging mit einem der Anwerber mit. Erst in eine Art Passage, das war noch ok, aber als es dann in den Fahrstuhl gehen sollte, aber wir die Fliege gemacht. Das war doch unheimlich. Letztlich fanden wir eine legale Wechselstube und der Vorgang des Tauschens dort dauerte fast eine Stunde. Meine Güte!
Aber endlich wieder Geld auf der Tasche und wir waren startklar für Unternehmungen.
Jesper hat mir gesagt, ich solle unbedingt in die Opera Colón gehen. Sein Schwärmen von der sagenhaften Akustik hat mich angesteckt, doch leider ist hier zur Zeit gerade Sommerpause und so blieb uns nur die Besichtigung, die sich aber so etwas von gelohnt hat! Die Oper ist so großartig, dass ich mich dann auch nicht weiter geärgert habe, dass der Eintritt für mich 3x so hoch war, wie der für José als Argentinier.
Gebaut wurde sie Anfang des 20. Jahrhunderts. Eine Zeit, in der man Buenos Aires als "Klein Paris" bezeichnete. Man wollte europäisch sein, französisch sein! Und das ist an der Oper deutlich erkennen. Das Foyer mit Marmor aus Italien, mit Pomp und Prunk, einfach wunderschön und beeindruckend. Einmal in festlicher Kleidung diese Treppe hochgehen. Hach!
Wir hatten einen großartigen Guide. Selber Schauspielerin hat sie die Führung mit viel Humor und Wissen sehr kurzweilig gestaltet. So eine Lehrerin würde ich jedem Kind in der Schule wünschen!

Vom Foyer ging es die Treppe hinauf in den wohl prunkvollsten Raum. Das Facebook der damaligen Zeit. Hier traf man sich um sich auszutauschen, zu tratschen, aber wehe, man machte eine falsche Bemerkung zur falschen Zeit, ein Lacher, wo er nicht hingehörte... Also doch nicht so richtig Facebook. Da müssten einige Menschen längst ebenso rausgeflogen sein, wie sie es damals dort sind!
Heute finden hier übrigens kostenlose Konzerte statt!
Da die Bühne auf Grund der Sommerzeit mit einem Feuerschutz geschlossen ist, konnten wir dort nicht hingehen, wurden aber entschädigt, indem wir in der Box schlechthin sitzen durften. Die besten Plätze, reserviert für Staatsbesuch oder zu den teuersten Preisen im Haus verkauft. Was für ein Blick! Einfach traumhaft und beeindruckend!
Da die Bühne auf Grund der Sommerzeit mit einem Feuerschutz geschlossen ist, konnten wir dort nicht hingehen, wurden aber entschädigt, indem wir in der Box schlechthin sitzen durften. Die besten Plätze, reserviert für Staatsbesuch oder zu den teuersten Preisen im Haus verkauft. Was für ein Blick! Einfach traumhaft und beeindruckend!
Sowohl Präsident, als auch Bürgermeister haben aber abseits von Staatsbesuchen ihre eigenen Logen. Hier geht es eindeutig nicht um das Sehen, sondern um das Gesehenwerden! Auch das, sehr beeindruckend. Wie sich alles mit einem anderen Blickwinkel verändert!

Den Besuch der Opera empfehle ich jedem Buenos Aires Reisenden!
Und er Nachtisch! Endlich hat José einen "Freddo" gefunden. Sein Lieblingseisladen :)

Der Tag war damit für mich zu Ende, ich hatte fertig. Ab in´s Bett!
José traf sich noch mit seinem alten Freund Frank und zog um die Häuser. Wein, Pizza und Milonga bis morgens um 3...

Warum in aller Welt habe ich dann am nächsten Morgen die Kopfschmerzen? Dreckserkältung. Wer krank ist, der darf essen ohne Kalorienzählen, ist doch so, oder? ;))
Also zum Frühstücken zu einem Café, in dem ich vor 6 Jahren das erste Mal war und das ich auch heute noch zu meinem Lieblingscafé in BA zähle. Das Qui Qui.
Dicke Wolken am Himmel und die ersten Regentropfen. Wir sind hier, die Stadt hat es erst etwas verspätet bemerkt :).
Bestes Wetter für einen Besuch der Körperweltenausstellung. Die wollte ich schon immer mal sehen. Warum nicht in Argentinien? Die Antwort das Warum nicht, kann ich inzwischen geben. Es war alles auf Spanisch beschrieben. Logisch, aber ich hatte nicht dran gedacht. Egal, spannend war es trotzdem. Störend waren allerdings permanent brüllende Dinos aus der Ausstellung auf der anderen Seite. Args!
Auf dem Gelände finden eigentlich Ausstellungen der Landwirtschaft statt.
Weiter zur Plaza de Mayo. Hier ist die Casa Rosario, der Regierungssitz.
Und hier wird gegen dies und das demonstriert. Sieht aus wie der Platz vor der EZB letztes Jahr.
Der Regen war warm und verzog sich nach gut einer Stunde wieder und es war noch Zeit nach San Telmo in das Tangoviertel zu gehen.
Und zum Abschluss, wie soll es anders sein... Kuchen. Ich meine, mir geht es ja immer noch nicht gut.... :D













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