Freitag, 29. Januar 2016

Ankunft in Buenos Aires


Nach einem problemlosen, aber doch recht verwirrenden Umstieg in London-Heathrow (der Flughafen ist RIESIG!) ging es nach Buenos Aires los. Es war wie immer unbequem und lang, wir hatten etwas Ärger mit den Sitzplätzen, aber nach knapp 13 Stunden waren wir da - etwas früher als geplant, und das, obwohl wir noch über Brasilien eine Extraschleife fliegen mussten, weil wir sonst in einen Stau geraten wären.


Aber die Freude währte nicht lang: vor der Einreise ist die obligatorische Schlange bei der Passkontrolle zu absolvieren, und die hatte es in sich. Der Zeitgewinn war futsch, und eine Stunde obendrauf. Egal: draußen wartete schon Frank auf uns, und los ging es Richtung Stadt. 



Es war ganz passend: er musste zur Arbeit, und unser Apartment ist genau um die Ecke vom Fernsehkanal, wo er als Kameramann arbeitet.

Das war ganz passabel:

Der rechte Pool ist der unsere :)





Wir sind im 4. Stock eines zweckmäßigen, 10stöckiges Haus untergebracht. Die Gegend ist sehr nett, ruhig, mit bunten Geschäften, Cafés, Restaurants und Kultur satt.

Als erstes mußten wir eine Kleinigkeit essen :)))




Das Steak war der Hammer, nur das Gemüse war ein bißchen zuviel :)

Den Tag unternahmen wir nicht mehr viel, ein bisschen spazieren im Viertel, etwas einkaufen, Organisatorisches, und schon war es Abend.

Am nächsten Morgen sind wir gleich früh laufen gegangen. Es war schon ganz warm, obwohl es erst 7 Uhr war, und wir liefen durch die Gegnd, suchten die Grünflächen in der Gegend und wurden fündig: der Hauptfriedhof Chacarita ist in der Nähe. Nennt uns pietätlos, aber wir sind tatsächlich da reingejoggt...


Der Friedhof ist sehr schön angelegt, da gibt es uralte Mausoleen, altehrwürdige Familiengrüften, aber auch einfache Gräber mit einem Holzkreuz. 




Leicht makaber: im Krematorium fand gerade eine Einäscherung statt. Wir sind dann wieder raus...



Später am Tag haben wir uns in Richtung Stadtmitte aufgemacht. Zwei Dinge waren zu erledigen: ein Paket für Ana und Maria abschicken (es wird als Gepäck mit den Überlandbussen über Nacht transportiert), und das Auto abholen, das wir für die Weiterreise gemietet hatten.


Mit dem Auto dann wollten wir ein paar Dinge ansehen, die man mit Bus und Bahn nicht so gut erreicht. Erstmal an die Costanera, die Uferpromenade am Rio de la Plata. Dort waren schon die Camalotes zu sehen, ein Phänomen, das die Einwohner momentan in Aufregung versetzt: Wasserpflanzen, die zu Bündeln zusammenwachsen und normalerweise in den wärmeren Gebieten an der Grenze zu Brasilien oder Paraguay zu sehen sind. Durch die Überschwemmungen dort werden sie in großen Mengen bis nach Buenos Aires getrieben, und darauf retten manchmal Ottern, Schlangen, Spinnen oder anderes Getier - tatsächlich hat Frank eine hierzulande nicht ganz übliche, sehr giftige Yarará Filmen können, und aus einer Aufnahme von ein,paar Sekunden hat sein Sender eine reißerische Reportage gedreht.  



Wir haben aber keine Schlangen gesehen.

Später sind wir noch bis zum Delta Deal Tigre gefahren. Das ist ein sehr schönes Gebiet, und immer, wenn wir hier sind, zieht es uns dorthin. 








Diesmal war es voller als sonst, ich hatte den Eindruck, dass jeder sich die Camalotes ansehen wollte. An manchen Stellen war es wirklich so, dass man das Wasser gar nicht sehen konnte, es sah aus wie ein Rasenfeld.

Abends haben wir noch meinen Onkel Pincho besucht, wir haben nett geplaudert und haben ihn zum Essen ausgeführt. Es gab - Steaks! Und ein Gläschen Wein, wobei ich mich ja zurückhalten musste. Das war auch gut so: als wir dann mitten in der Nacht ziemlich müde nach Hause kamen, fand ich die Straße nicht auf Anhieb und bog in eine dreispurige Straße gegen die Einbahnstraße ab. Als mir langsam schwante, dass das möglicherweise falsch sein könnte (zum Glück standen alle Autos 100 Meter weiter an einer Ampel, aber ALLE zeigten in meine Richtung!), kam mir schon ein Streifenwagen entgegen. Puh, habe ich geschwitzt! Erstmal die Autopapiere (prompt gab ich das Falsche ab), dann meinen Führerschein ("Hmm. Sie sind von hier, leben aber im Ausland? Und das ist also ein deutscher Führerschein, sagen Sie?"), dann konnte ich die Adresse nicht korrekt benennen ("Herr Wachtmeister, ich kann Ihnen versichern, es ist hier um die Ecke!") Am Ende gaben sie mir eine freundliche Verwarnung und rieten mir, es in Zukunft zu unterlassen, damit ich auch später als Tourist durch die Gegend fahren darf...

2 Kommentare:

  1. Jose der Geisterfahrer. Da habt Ihr Zwei aber Glück gehabt. Passt auf Euch auf. Ich will Euch heile wieder hier begrüßen können:)

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